New Fall Festival

Das New Fall Festival basiert auf einer einfachen Ueberzeugung: Der Rahmen ist nicht egal. Konzerte leben von Atmosphaere. Musik und Ort beeinflussen einander. Das gilt umso mehr für eine neue Generation von Bands in der Schnittmenge von Pop und „ernster“ Musik. Das New Fall Festival will einen besonderen Rahmen für besondere Kuenstler bieten – und für ein erwachsenes Publikum, das den traditionellen Rockshow-Ritualen – matschiger Sound, Hauptband erst kurz vor Mitternacht, muffige Hallen – entwachsen ist.

Interview mit Isbells - Der Junge vom Land

Bastian Küllenberg aka. Buzz, Crazewire Redakteur, Veranstalter der Endstation Sehnsucht und gestriger Pausen DJ, unterhielt sich mit Isbells vor seinem Konzert heute Abend im Vorprogramm von Agnes Obel. Hier sein Interview:

BUZZ: Du hast in der Vergangenheit in zahlreichen verschiedenen Bands gespielt. Wann wurde dir klar, dass es Zeit für ein Soloprojekt ist?

Gaëtan Vandewoude: Es hatte viel mit der Problematik zu tun, dass ich 30 wurde. Ich hatte so viele Jahre als Schlagzeuger oder Gitarrist gespielt und dachte irgendwann über die Möglichkeit nach, bei meine eigenen Songs auch zu singen. Ich musste mich nur davon überzeugen, dass man keine gute Stimme braucht, um schöne Musik zu machen. Irgendjemand hatte einmal einen Vergleich zwischen meiner Stimme und den Geräuschen einer Ente gezogen, daher lag einiges an Arbeit und Ausprobieren vor mir. Ich entwickle meine Stimme noch immer, doch irgendwann hatte ich genug Vertrauen in meinen Gesang und in dem Moment habe ich Isbells dann gestartet.

BUZZ: Seit einigen Jahren lebst du in einer ländlichen Gegend. Was macht das Landleben für dich so anziehend?

Gaëtan Vandewoude: Was ich am Landleben am meisten schätze, sind Frieden und Schläfrigkeit. Die Zeit scheint langsamer zu vergehen, die Menschen scheinen ausgeglichener zu sein. Ich mag es, mich in Städten aufzuhalten, aber dort zu leben würde sich anfühlen, als fresse mich die Stadt bei lebendigem Leibe.

BUZZ: Die Lieder von Isbells fangen eine eher dunkle, trauriger Atmosphäre ein. Bist du ein melancholischer Mensch?

Gaëtan Vandewoude: Nein, nicht im geringsten. Der Klang meiner Lieder mag melancholisch sein und die Texte handeln nicht immer von fröhlichen Themen, aber wenn man genauer hinhört, findet man immer etwas Hoffnung oder einen Ausweg in ihnen. Ich sehe mich eher als Optimisten, der versucht immer das Beste aus allen Lebenslagen zu machen. Aber wie wir alle wissen, ist die Welt ohnehin zum Untergang verdammt.

BUZZ: Auf der Bühne wird Isbells zu einer Band erweitert. Wie muss man sich die Konzerte vorstellen?

Gaëtan Vandewoude: Wir geben bei jeder Show unser bestes. Es ist der konstante Versuch untereinander in Verbindung zu treten und diese Verbindung auch mit dem Publikum herzustellen. Daher ist jedes Konzert anders und es passieren manchmal die seltsamsten Dinge. Ich hatte einmal eine Show in Hamburg, wo ich einen noch unfertigen Song gespielt habe und am Ende dieser Jamsession der ganze Raum den Chorus mitgesungen hat. Das war wirklich magisch.

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    When the organisators of the NEW FALL FESTIVAL...Düsseldorf asked if I would like to do...
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